Präsident in Not entlässt Keck

Martin Stratmann wurde von einer Senatskommission der Max-Planck Gesellschaft (MPG) für eine weitere Amtsperiode gewählt, die im Juni 2020 beginnen soll. An sich keine große Überraschung. Zwei Amtszeiten sind die Regel, nicht die Ausnahme. Vor ein paar Monaten hieß es jedoch noch, Stratmann kandidiere nicht für weitere 6 Jahre, und Bonhoeffer, Direktor am Max-Planck Institut für Neurobiologie, übernehme. Doch Stratmann hat sich umentschieden, und dafür hat er gute Gründe, will er nicht als gescheiterter Präsident in die Annalen eingehen. Nichts weniger als eine solide Brandmauer gilt es zu errichten, um das Übergreifen des Feuers am MPI für Psychiatrie (MPIP) auf die MPG zu verhindern. Mit der Entlassung des Chefarztes Professor Dr. Dr. Keck stellt er zumindest so etwas wie Handlungsfreiheit unter Beweis.

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Plagiarius und Empörung.

Vor wenigen Tagen wurde der Plagiarius 2019 für besonders dreiste Produktfälschungen verliehen. Einen Wimpernschlag später findet mal wieder eine öffentliche Empörung über eine plagiierte Dissertation einer Ministerin statt. Um es vorwegzunehmen: Eine Diskussion darüber ist richtig und gut, der Doktortitel sollte gegebenenfalls entzogen werden. Allerdings ist man verwundert, wie heftig diese Diskussion im Vergleich zu einer plagiierten Habilitationsschrift des Chefarztes am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München geführt wird. Einer Arbeit, die der Erlangung der Lehrbefähigung an einer Universität dient, eingereicht von einem Wissenschaftler, der in der Wissenschaft tätig ist und bleiben möchte.

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Wenn der Beirat kommt …

Der Psychiater Emil Kraepelin gründete das Institut, welches heute in München unter dem Namen Max-Planck Institut für Psychiatrie (MPIP) firmiert, um psychiatrische Erkrankungen interdisziplinär zu erforschen. Großzügig wurde Kraepelin durch den amerikanischen Bankier, Altphilologen und Philantropen James Loeb unterstützt. Die daraus 1917 hervorgegangene Stiftung „Deutsche Forschungsanstalt für Psychiatrie“ gilt als der Gründungsakt des Instituts. 1924 folgte deren Eingliederung in die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, der Vorläuferorganisation der Max-Planck Gesellschaft (MPG). Doch die Stiftung selbst gilt vielen mittlerweile als ein lästiges Überbleibsel. Gerne hätte man sich ihrer wohl ähnlich geradlinig entledigt wie Teilen des Stiftungsbesitzes, die einfach im Müllcontainer gelandet sind, wäre sie nicht elementar für ein juristisches Konstrukt, das die Existenz des Instituts begründet.

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Keine Satire…

Am 5. Dezember 2018 ist mehreren bundesweiten Presseorganen zu entnehmen, dass die MPG und Direktorin Prof. Tania Singer vom MPI für Kognitions- und Neurowissenschaften zukünftig getrennte Wege gehen werden. Frau Singer, so heißt es, werde weiter als Wissenschaftlerin arbeiten können, aber am Institut keine Leitungsfunktion mehr haben. Wenige Wochen später, genau genommen am 27. Dezember 2018 erscheint in der Zeit eine ungewöhnliche Stellenanzeige, die zudem eine für die Jahreszeit kurze Bewerbungsfrist bis zum 9. Januar 2019 beinhaltet und die Glaubwürdigkeit der MPG erneut in Frage stellt.

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Advent, Advent, ein Büchlein brennt

Rechtzeitig zum Klimagipfel in Kattowitz (Schlesien) ist der bekennenden Bücherhasserin Dr. G. vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie die zündende Idee zur Eingrenzung der Erderwärmung gekommen. Es ist das Vorzeigeprojekt der Max-Planck-Gesellschaft im Bereich Technologietransfer. Bücher, als einzig nachwachsender Rohstoff der MPG, dienen dem MPI für Psychiatrie in einem Pilotprojekt für wohlige Wärme zur Weihnachtszeit. Wenn alles positiv verläuft, soll bis zum 10. Mai 33 die gesamte MPG auf die neuartige Bücherheizung umgestellt werden und somit über 50% Kohlendioxid im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter eingespart werden. Weiterlesen „Advent, Advent, ein Büchlein brennt“

Das schwarze Loch

Die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft e.V. geht mit den finanziellen Mitteln, die ihr der Steuerzahler zur Verfügung stellt, sorgsam um. Zumindest behauptet das Prof. Martin Stratmann, Präsident der MPG. Er ist sogar der festen Überzeugung, dass das auch umgesetzt wird. Im Folgenden zeigen einige Beispiele, dass dies nicht der Fall ist. Wir nehmen Sie mit auf eine Reise, bei der im großen Stil vom Steuerzahler bereitgestellte Finanzmittel und Vermögenswerte schlichtweg verschwendet und vernichtet werden.

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si tacuisses, philosophus mansisses

Der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), Martin Stratmann, konterte am 8. September 2018 mit einem eigenartigen Artikel in der FAZ auf die erneuten Mobbing-Vorwürfe an einem weiteren Max-Planck-Institut (MPI). Er nimmt das sogenannte Harnack-Prinzip in Schutz, welches aufgrund der neuen Vorwürfe erheblich in Kritik geraten ist. Das Harnack-Prinzip garantiert einem Direktor eines MPIs maximale wissenschaftliche Freiheit. Offensichtlich haben er und seine Mitstreiter jedoch in keinster Weise verstanden, dass das Harnack-Prinzip keinen rechtsfreien Raum kreiert, in welchem der Direktor alles und die Untergebenen nichts dürfen. Garniert wird dieser, von Stratmann selbst verfasster Artikel, mit einer Überschrift, die den Bogen zu einem großen Demokraten spannt und in diesem Zusammenhang so gar nicht passen möchte, ja sogar provokant auf seine Mitarbeiter wirkt.

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Scharlatanerie und Öffentlichkeitsarbeit: Wie die Max-Planck-Gesellschaft ihren Status der Gemeinnützigkeit riskiert und alles tut, dass es keiner merkt

Am 01.08.2017 wurde im Tagesspiegel der Arbeitsvertrag des Klinikleiters des Max-Planck Instituts (MPI) für Psychiatrie, Professor Keck, thematisiert. „Geldwerter Vorteil“ lautete der Titel. Beschrieben wurde, wie die privatwirtschaftlichen Risiken des Chefarztes durch die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) abgesichert werden. Die MPG reagierte auf die Berichterstattung gewohnt aggressiv, erstritt am 07.09.2017 eine einstweilige Verfügung und stoppte die Verbreitung des Artikels. Aufgrund des Widerspruchs des Tagesspiegels kam es im März 2018 zu einer mündlichen Verhandlung, die mit einer Niederlage des Presseorgans endete. Steitgegenständlich war beispielsweise die Formulierung, dass „die von der Max-Planck-Gesellschaft mit Herrn Prof. Keck vereinbarte Gehaltsgarantie (…) den Straftatbestand der Untreue erfüllen (könne)“. Mit Gehaltsgarantie ist gemeint: Bei einem Rückgang der Erlöse, die Keck aus der Behandlung Privatversicherter erzielt, springt die MPG verlustmindernd ein. Anders ausgedrückt, es ging um die Absicherung Kecks privatwirtschaftlicher Ambitionen durch den Einsatz von Steuergeldern. Die MPG wird nämlich mit etwa 2 Milliarden jährlich durch die öffentliche Hand finanziert. Es ging also um etwas Grundsätzliches, nämlich um das Selbstverständnis der „Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.“ und die Frage: Welche privatwirtschaftlichen Interessen darf Deutschlands Wissenschaftsorganisation verfolgen?

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Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen und nicht handeln – MPG

Am MPI für Astrophysik gibt es offenbar ähnliche Zustände, wie am MPI für Psychiatrie. Dies ist die logische Konsequenz aus dem auf Spiegel Online erschienenen Artikel über Mobbing und sexuelle Belästigung durch eine Direktorin des Instituts. Peinlicherweise hat auch der MPG-Hausverlag in der rennomierten Fachzeitschrift „nature“ sich dieses Themas angenommen. Dennoch verhält sich die MPG wie die berühmten drei Affen und denkt, mit einem Coaching der Direktorin und der Einschaltung einer nicht näher genannten Anwaltskanzlei sei alles erledigt. Weiterlesen „Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen und nicht handeln – MPG“

MPG – Wo Arbeiten Spaß macht?

Die Max-Planck-Gesellschaft rühmt sich gerne damit, dass sie zu einem der besten Arbeitgeber Deutschlands gekürt wurde. Attraktive Arbeitsbedingungen, so heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Jahr 2013, hätten dafür gesorgt, dass die MPG unter 370 untersuchten Unternehmen auf Platz 17 kommt. Doch der Schein trügt. Insbesondere die Rekrutierung von Führungspersonal hinterlässt seitdem den Eindruck, dass die Entscheider der MPG bei der Einschätzung dieser Persönlichkeiten überfordert sind. Man gewinnt den Eindruck, dass hier treffsicher Psychopathen eingestellt werden.

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