Scharlatanerie und Öffentlichkeitsarbeit: Wie die Max-Planck-Gesellschaft ihren Status der Gemeinnützigkeit riskiert und alles tut, dass es keiner merkt

Am 01.08.2017 wurde im Tagesspiegel der Arbeitsvertrag des Klinikleiters des Max-Planck Instituts (MPI) für Psychiatrie, Professor Keck, thematisiert. „Geldwerter Vorteil“ lautete der Titel. Beschrieben wurde, wie die privatwirtschaftlichen Risiken des Chefarztes durch die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) abgesichert werden. Die MPG reagierte auf die Berichterstattung gewohnt aggressiv, erstritt am 07.09.2017 eine einstweilige Verfügung und stoppte die Verbreitung des Artikels. Aufgrund des Widerspruchs des Tagesspiegels kam es im März 2018 zu einer mündlichen Verhandlung, die mit einer Niederlage des Presseorgans endete. Steitgegenständlich war beispielsweise die Formulierung, dass „die von der Max-Planck-Gesellschaft mit Herrn Prof. Keck vereinbarte Gehaltsgarantie (…) den Straftatbestand der Untreue erfüllen (könne)“. Mit Gehaltsgarantie ist gemeint: Bei einem Rückgang der Erlöse, die Keck aus der Behandlung Privatversicherter erzielt, springt die MPG verlustmindernd ein. Anders ausgedrückt, es ging um die Absicherung Kecks privatwirtschaftlicher Ambitionen durch den Einsatz von Steuergeldern. Die MPG wird nämlich mit etwa 2 Milliarden jährlich durch die öffentliche Hand finanziert. Es ging also um etwas Grundsätzliches, nämlich um das Selbstverständnis der „Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.“ und die Frage: Welche privatwirtschaftlichen Interessen darf Deutschlands Wissenschaftsorganisation verfolgen?

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Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen und nicht handeln – MPG

Am MPI für Astrophysik gibt es offenbar ähnliche Zustände, wie am MPI für Psychiatrie. Dies ist die logische Konsequenz aus dem auf Spiegel Online erschienenen Artikel über Mobbing und sexuelle Belästigung durch eine Direktorin des Instituts. Peinlicherweise hat auch der MPG-Hausverlag in der rennomierten Fachzeitschrift „nature“ sich dieses Themas angenommen. Dennoch verhält sich die MPG wie die berühmten drei Affen und denkt, mit einem Coaching der Direktorin und der Einschaltung einer nicht näher genannten Anwaltskanzlei sei alles erledigt. Weiterlesen „Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen und nicht handeln – MPG“

MPG – Wo Arbeiten Spaß macht?

Die Max-Planck-Gesellschaft rühmt sich gerne damit, dass sie zu einem der besten Arbeitgeber Deutschlands gekürt wurde. Attraktive Arbeitsbedingungen, so heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Jahr 2013, hätten dafür gesorgt, dass die MPG unter 370 untersuchten Unternehmen auf Platz 17 kommt. Doch der Schein trügt. Insbesondere die Rekrutierung von Führungspersonal hinterlässt seitdem den Eindruck, dass die Entscheider der MPG bei der Einschätzung dieser Persönlichkeiten überfordert sind. Man gewinnt den Eindruck, dass hier treffsicher Psychopathen eingestellt werden.

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Werde zum MPG-Whistleblower

Jeder, der substantielle Informationen zum Blog beitragen kann, möchte sich vertrauensvoll per Email melden. Besonders interessant sind Informationen zum Max-Planck-Institut für Psychiatrie, der Generalverwaltung der MPG und natürlich auch andere Institute. Die Nachrichten werden selbstverständlich vertraulich behandelt. Folgendes Vorgehen ist empfehlenswert. Richten Sie sich eine Email-Adresse unter Pseudonym bei einem Freemailer ein (z.B. gmail, yahoo, web.de, outlook.com, etc.). Schicken sie die Information, inklusive etwaiger Unterlagen an:

wissenschaftalsbeute@gmail.com

Bitte beachten Sie, dass wir in keinster Weise an Ihrer Identität interessiert sind. Bitte nennen Sie daher Ihren Namen nicht. Wichtig ist zudem, dass Sie die Emails nicht aus dem Netzwerk der MPG oder des MPI verschicken. Anhänge größer als 10 MB entweder in mehrere Mails aufteilen, oder per WeTransfer-Link verschicken. Wir werden die Information natürlich veröffentlichen und gegebenenfalls nochmals Kontakt mit Ihnen aufnehmen.

Die Max-Planck-Gesellschaft feiert Geburtstag. Feiern Sie mit?

Am 26. Februar 1948 wurde die Max-Planck-Gesellschaft von Otto Hahn und dem Generalsekretär Ernst Telschow in Göttingen als Nachfolgeorganisation der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft gegründet. Schnell entwickelte sie sich zum Erfolgsmodell und genoss in der Bevölkerung großes Ansehen. Leider gelingt es den derzeitig Verantwortlichen der MPG nicht im Ansatz, dieses hohe Ansehen zu mehren oder gar zu bewahren. Ja, man kann einen gewissen Niedergang beobachten, der kein gutes Licht auf die feine MPG wirft.

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Wissenschaft, Interessen und Ökonomie: Darüber spricht man nicht.

Es gibt Menschen, die halten große Stücke auf die Wissenschaft, weil eben dort, so meinen sie,Mächte am Werk seien, die eine bessere Welt ermöglichen und zwar nicht alleine wegen großartiger Erfindungen, die uns das Weltall erkunden oder Krankheiten heilen lassen, sondern weil der Wissenschaft besondere Prinzipien inne wohnen, Transparenz oder dieKraft des besseren Arguments beispielsweise. Nennen wir das der Einfachheit halber die idealistische Perspektive, weil wir wissen, dass Institutionalisierung von was auch immer zwangsläufig zu Reibungsverlusten führt. Doch wie groß dürfen diese sein, um das eigentliche Anliegen, nämlich in dem Fall „gute Wissenschaft“, nicht zu beschädigen? Die Ludwig-Maximilian Universität in München ist eine Wette eingegangen und die lautet: Sehr groß. Weiterlesen „Wissenschaft, Interessen und Ökonomie: Darüber spricht man nicht.“

Die Krise der Max-Planck Gesellschaft – Gesellschaft auf Abwegen

Die Freiheit der Wissenschaft ist neben der Meinungs- und Pressefreiheit einer der Grundpfeiler „jeder demokratischen Gesellschaft“, so der Präsident der Max-Planck Gesellschaft (MPG) in der Süddeutschen Zeitung anlässlich des science day 2017. Warum eigentlich, so die naive Frage, ist Wissenschaft so bedeutsam, dass sie „Freiheit“ verdient? Eine Antwort könnte lauten: Weil wir Vertrauen in die methodische Vorgehensweise der Wissenschaft haben, soll sie sich ihrem Wesen gemäß entwickeln und nicht durch ideologische Einflüsse und Machtinteressen darin behindert werden. Wir nehmen an, dass der Prozess aus Beobachtungen, Schlussfolgerungen und Theoriebildung korrekt verläuft und dass die wissenschaftlichen Institutionen eben dafür einstehen. Tatsächlich sind diese Annahmen die Voraussetzung dafür, die MPG – in der Eigenwahrnehmung die „beste Adresse für Spitzenforscher“ – großzügig aus Steuermitteln zu finanzieren; 2017 waren das 1,8 Milliarden Euro. Wer näher hinsieht, stellt jedoch fest, dass die MPG das, wofür sie vorgibt einzustehen, gar nicht Ernst nimmt. Beispielsweise werden die Prinzipien der sogenannten guten wissenschaftlichen Praxis so ausgelegt, wie es dem Apparat passt. Auch Meinungs- und Pressefreiheit werden zu Dornen im Auge der Minerva, wenn jene von Kritikern in Anspruch genommen werden. Ereignisse am Max-Planck Institut für Psychiatrie (MPIP) in München verweisen zeichenhaft auf die Krise einer Institution.

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